ChatGPT Ads

Was kosten ChatGPT Ads? Budget, Klickpreise und zwei Beispiele aus der Praxis

Von Timo Bahr · Veröffentlicht am · Fachlich geprüft am 13.10.2026

Kurz gesagt

OpenAI rechnet ChatGPT Ads pro Klick, pro 1.000 Einblendungen oder optimiert auf Conversions ab. Das Mindestbudget liegt im deutschen Ads Manager derzeit bei 15 Euro am Tag, für einen aussagekräftigen Test planen wir 50 bis 70 Euro am Tag über 30 Tage. In zwei unserer ersten Kampagnen kostete eine qualifizierte Anfrage rund 111 und 167 Euro, ein Auftrag 525 und 750 Euro Mediabudget. Je nach Branche und Angebot kann das deutlich abweichen.

Wer ChatGPT Ads ausprobieren will, stellt zuerst die gleiche Frage: Was kostet das, und was kommt dabei heraus? Eine offizielle Preisliste von OpenAI gibt es nicht. Die Preise entstehen im Wettbewerb und hängen stark davon ab, was du verkaufst. Hier steht, wie OpenAI abrechnet, welche Budgets in der Praxis sinnvoll sind und was zwei unserer ersten Kampagnen tatsächlich gebracht haben. Mit dem Rechner weiter unten kannst du deine eigenen Zahlen durchspielen.

Wie OpenAI ChatGPT Ads abrechnet

Im Ads Manager stehen drei Modelle zur Wahl:

  • Pro Klick (CPC): Du zahlst nur, wenn jemand auf deine Anzeige klickt. Für den Einstieg ist das meist das übersichtlichste Modell.
  • Pro 1.000 Einblendungen (CPM): Du zahlst für Sichtkontakte, unabhängig davon, ob jemand klickt. Sinnvoll, wenn Bekanntheit das Ziel ist.
  • Optimiert auf Conversions: Die Kampagne wird auf Anfragen oder Käufe ausgesteuert, abgerechnet wird über Einblendungen. Voraussetzung ist ein sauber eingerichtetes Tracking mit OpenAI-Pixel und Conversions API.

Was ein Klick kostet

Für den Start von Klick-Kampagnen empfiehlt OpenAI laut Branchenberichten ein Höchstgebot von 3 bis 5 US-Dollar pro Klick. Zum Start in den USA lag der Preis für 1.000 Einblendungen noch bei rund 60 US-Dollar, seither sind die durchschnittlichen Einblendungskosten nach Angaben von OpenAI um etwa 20 Prozent gesunken.

Wichtig: Alle Klickpreise, die gerade kursieren, stammen aus Tests und Selbstauskünften, nicht aus einer offiziellen Preisliste. Was ein Klick für dich kostet, hängt davon ab, wie viele andere Werbetreibende in denselben Gesprächssituationen auftauchen wollen.

Mindestbudget und wie das Tagesbudget funktioniert

Das Mindestbudget pro Kampagne legt OpenAI je Markt und Währung fest. In den USA liegt es bei 25 US-Dollar am Tag. In unserem deutschen Ads-Manager-Konto liegt die Untergrenze derzeit bei 15 Euro pro Tag.

Das Tagesbudget ist ein Durchschnittswert über sieben Tage. An einzelnen Tagen kann OpenAI bis zum Doppelten ausgeben, über eine Woche aber nie mehr als das Siebenfache deines Tagesbudgets. Wer 50 Euro einstellt, gibt also höchstens 350 Euro pro Woche aus.

Mit dem Minimum lässt sich allerdings kaum etwas lernen. Für einen Test, der am Ende eine belastbare Aussage liefert, planen wir 50 bis 70 Euro am Tag über mindestens 30 Tage.

Zwei Beispiele aus unserer Praxis

Die folgenden Zahlen stammen aus zwei Testkampagnen, die wir für Kunden betreut haben. Die Unternehmen nennen wir nicht. Beide Kampagnen liefen 30 Tage, bei beiden Kunden liegen die Auftragswerte im vierstelligen Bereich.

Solaranlagen-Vertrieb: 30 Tage, 70 Euro am Tag

  • Mediabudget: 2.100 Euro
  • Qualifizierte Anfragen: 19, also rund 111 Euro pro Anfrage
  • Aufträge bisher: 4 mit durchschnittlich 4.000 Euro Volumen, zusammen 16.000 Euro
  • Mediakosten pro Auftrag: 525 Euro

Rechnerisch stehen jedem Werbe-Euro rund 7,60 Euro Auftragsvolumen gegenüber. Das ist Umsatz, nicht Gewinn, und Setup und Betreuung sind darin nicht enthalten. Einige der Anfragen sind außerdem noch in Bearbeitung.

Teamevents: 30 Tage, 50 Euro am Tag

  • Mediabudget: 1.500 Euro
  • Hochqualifizierte Anfragen: 9, also rund 167 Euro pro Anfrage
  • Aufträge bisher: 2 mit zusammen 13.000 Euro Volumen
  • Mediakosten pro Auftrag: 750 Euro
  • Stand der übrigen Anfragen: 3 in Verhandlung, 2 verloren, 2 noch offen

Hier stehen jedem Werbe-Euro bisher rund 8,70 Euro Auftragsvolumen gegenüber, mit drei Verhandlungen, die noch dazukommen können. Auch hier gilt: Umsatz, nicht Gewinn.

Diese Zahlen lassen sich nicht einfach übertragen. Was eine Anfrage kostet und wie viele davon zu Aufträgen werden, hängt stark von deiner Branche ab, von der Art und Qualität deiner Leistung, vom Preisniveau, von der Saison und davon, wie gut die Seite ist, auf der die Anfrage landet. Zwei Kampagnen sind ein Anhaltspunkt, keine Prognose.

Wie gut sind die Anfragen?

Unsere bisherige Beobachtung: Die Qualität der Anfragen schwankt, ist im Vergleich zu Google Ads aber besser. Eine plausible Erklärung liegt im Kanal selbst. Wer ChatGPT um Rat fragt, beschreibt seine Situation meist ausführlich, mit Budget, Rahmenbedingungen und konkretem Problem. Passt die Anzeige zu genau dieser Situation, kommt die Anfrage oft schon gut vorsortiert an.

Das ist eine Erfahrung aus unseren bisherigen Kampagnen, keine Studie. Wir werten weiter aus und ergänzen diesen Beitrag, sobald mehr Daten vorliegen.

Rechne es für dein Unternehmen durch

Der unsicherste Wert ist der Preis pro Anfrage. Wenn du noch keine eigenen Zahlen hast, nimm für den Anfang die Spanne aus unseren Beispielen, also 110 bis 170 Euro, und schau, ob sich die Rechnung für dich trägt.

Beispiel laden:
Mediabudget2.100 €
Anfragen19
Aufträge4
Auftragsvolumen16.000 €
Mediakosten pro Auftrag525 €
Umsatz pro Werbe-Euro7,62 €

Werte aus dem Solar-Beispiel: 4 Aufträge aus 19 Anfragen. Ohne Setup, Tracking und Betreuung. Modellrechnung, keine Zusage.

Was zusätzlich zum Mediabudget anfällt

Das Mediabudget läuft direkt über dein OpenAI-Konto. Damit eine Kampagne messbar ist und Anfragen bringt, braucht es außerdem:

  • Einrichtung des Ads-Manager-Kontos, OpenAI-Pixel und Conversions API
  • Context Hints, also die Beschreibung der Gesprächssituationen, in denen deine Anzeige erscheinen soll
  • Anzeigenvarianten mit Bild, Titel und Text
  • eine Landingpage, die die Frage aus dem Chat aufgreift statt auf die Startseite zu führen
  • wöchentliche Auswertung und Steuerung nach Kosten pro Anfrage oder Auftrag

Genau das bündeln wir in unserem ChatGPT-Ads-Testsprint: acht Wochen, am Ende eine Zahl und eine klare Empfehlung, ob sich der Kanal für dich rechnet.

Timo Bahr
Über den Autor

Timo Bahr

Inhaber und Geschäftsführer, TIBA CREATIVE GmbH

Timo Bahr ist Inhaber und Geschäftsführer der TIBA CREATIVE GmbH. Seit seinem 16. Lebensjahr ist er mit dem Internet selbstständig. Heute verantwortet er Strategie und Beratung für Performance-Marketing-Kampagnen auf Google, Meta, LinkedIn und in ChatGPT sowie die KI-Sichtbarkeit (GEO) von Kundenmarken.

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